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Der Autor

 "Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, daß er das Feld baute, davon er genommen ist, und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden die Cherubim mit dem bloßen, hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens."

Ich bin kein bibelfester Mensch, aber in diesem biblischen Text erkennen sich sehr wahrscheinlich sowohl viele Mütter und Väter, als auch ich mich selbst, wieder. Wir sind Adam und werden aus dem Garten Eden, welcher unsere Familie symbolisiert, vertrieben und vom Baum des Lebens, welcher für unsere Kinder steht , getrennt. Fortan werden wir von den Cherubim, in Form von Familiengerichten, Jugendämtern und ehemaligen Familienmitgliedern von ebendiesem Baum ferngehalten. So müssen wir uns durch eine Heerschaar von angeblichen Engeln kämpfen und gegen eine rachsüchtige und scheinbar unantastbare Gottheit, unser eigenes Ego und das unseres Ex-Partners oder unserer Ex-Partnerin, aufbegehren, um noch einmal von diesem Baum kosten zu dürfen. 

Kurz gesagt, nach einer Trennung beginnt oft ein Kampf um den Umgang und die Liebe der gemeinsamen Kinder. Auch mir erging es nicht anders. Der Baum meines Lebens, mein Sohn und meine Tochter, sollten mir für immer verwehrt bleiben. Ich sollte, ähnlich wie Kain nach dem Mord an seinem Bruder Abel, gezeichnet und aus Eden verbannt werden.

"Und der HERR machte ein Zeichen an Kain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. Also ging Kain von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen."

Nun, ich bin keine biblische Figur. Ich bin ein Vater, nicht mehr und nicht weniger.
Mein Name ist Thomas, ich bin 30 Jahre alt und lebe in Scheidung. Ich bin Vater von zwei wundervollen Kindern, die ich nach langem Kampf regelmäßig sehen und betreuen darf. Ich lebe nicht im Lande Nod, jenseits von Eden. Ich lebe in der Doppelresidenz. Das mag vielleicht nicht der besagte Garten sein, aber für mich und meine Kinder ist es unser ganz eigenes Paradies. Ich schreibe diesen Blog, um euch, anhand von Artikeln, die zum Konsens gereichen, meinen Weg zu beschreiben und vorzuleben.

Denn, anders als in der Bibel, sind die "Engel" und "Gottheiten", gegen die wir uns zur Wehr setzen müssen, weder allwissend noch allmächtig. Auch bedarf es manchmal, so wie in meinem Fall, keines flammenden Schwertes, um diese zu überwinden, manchmal sind die Taube und der Olivenzweig die besseren Waffen.




 

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Für mich ein wunderbarer Blog, der auch bei dem emotionalen Thema "Trennungskinder" immer sachlich bleibt, und mM gerade deshalb "wirkt".

Gerhard Männl hat gesagt…

Für mich ein wunderbarer Blog, der auch bei dem emotionalen Thema "Trennungskinder" immer sachlich bleibt und mM gerade deshalb "wirkt".

GränsforsBeil hat gesagt…

Schade nur, dass der Author auf Ebay Kleinanzeigen Artikel verkauft, die er nie versendet um die Käufer um ihr Geld zu bringen...